Wärmeplanung Sachsenheim: Zukunft ohne Öl und Gas
Die Stadt Sachsenheim arbeitet an ihrer kommunalen Wärmeplanung und steht kurz vor dem Abschluss. Ziel ist eine klimaneutrale Versorgung ohne Öl und Gas. Die Ergebnisse sollen im Sommer öffentlich vorgestellt und beschlossen werden.
Die Analyse zeigt: Der Wärmebedarf lag 2023 bei rund 156 GWh. Ein Großteil entfällt auf Wohngebäude, von denen viele älter als 45 Jahre sind. Das eröffnet großes Potenzial für energetische Sanierungen. Aktuell werden etwa 83 Prozent der Wärme noch durch Öl- und Gasheizungen erzeugt.
Für die Zukunft setzt Sachsenheim vor allem auf Wärmepumpen als Standardlösung in einzelnen Gebäuden. Parallel sollen bestehende Wärmenetze in den Stadtteilen ausgebaut werden. In Großsachsenheim ist eine Erweiterung rund um das vorhandene Blockheizkraftwerk geplant. Kleinsachsenheim könnte seine Biogasanlage stärker nutzen, während in Ochsenbach das bestehende Netz mit Holzhackschnitzeln erweitert werden kann.
Das Konzept wurde gemeinsam mit Fachpartnern wie RBS wave entwickelt. Es dient als Orientierung für Bürgerinnen und Bürger bei der Modernisierung ihrer Heizsysteme. Gleichzeitig will die Stadt ihre eigenen Gebäude an den neuen Plan anpassen.
Dieser Artikel wurde von der “Bietigheimer Zeitung” am 05.06.2026 veröffentlicht und kann hier abgerufen werden.
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