Kommunale Wärmeplanung für Brigachtal: Fahrplan zur Klimaneutralität bis 2040

27. Oktober 2026

Die Gemeinde Brigachtal hat mit ihrer kommunalen Wärmeplanung einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität unternommen. Ziel ist es, die Wärmeversorgung langfristig nachhaltiger zu gestalten und den CO₂-Ausstoß deutlich zu reduzieren.

Die von RBS wave erstellte Analyse zeigt, dass aktuell noch rund 71 Prozent der Heizungen mit Öl oder Gas betrieben werden. Gleichzeitig besteht großes Potenzial für erneuerbare Energien. Besonders Biomasse, Geothermie und der weitere Ausbau von Photovoltaik können einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Wärmeversorgung leisten.
Geprüft werden außerdem neue Wärmenetze in den Ortsteilen Kirchdorf und Klengen. In Überauchen existiert bereits ein kleines Wärmenetz, das künftig erweitert werden soll. Auch die Nutzung von Abwärme aus Betrieben sowie der Ausbau von Erdwärme stehen auf der Agenda.

Neben technischen Lösungen setzt die Wärmeplanung auf die aktive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Geplant sind Informationsangebote zu Wärmepumpen, Photovoltaik und Geothermie sowie Hinweise zu Fördermöglichkeiten und Beratungsleistungen. So sollen Hauseigentümer bei anstehenden Modernisierungen bestmöglich unterstützt werden.
Auch die Gemeinde selbst möchte mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu gehören die systematische Erfassung von Energieverbräuchen, die Sanierung kommunaler Gebäude und die Modernisierung bestehender Heizungsanlagen.

Die kommunale Wärmeplanung schafft damit eine verlässliche Grundlage für die Wärmewende vor Ort und zeigt konkrete Wege auf, wie Brigachtal sein Klimaziel bis 2040 erreichen kann.

Dieser Artikel wurde von dem Schwarzwälder Bote am 21. Oktober 2026 veröffentlicht und kann hier abgerufen werden.

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