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Fragen und Antworten

Wir haben hier für Sie eine nach Themen geordnete Liste häufig gestellter Fragen zusammengestellt. Ihre Frage ist nicht dabei? Dann kontaktieren Sie uns direkt.

Wann brauche ich einen SIGE Koordinator?

Als Veranlasser tragen Sie als Bauherr die Verantwortung für Ihr Bauvorhaben. Deshalb sind Sie zur Einhaltung und Umsetzung der in der Baustellenverordnung (kurz: BaustellV) verankerten bauspezifischen Arbeitsschutzmaßnahmen sowohl bei der Planung der Ausführung eines Bauvorhabens als auch bei der Bauausführung verpflichtet.

Überschreitet der Umfang der Arbeiten die in der BaustellV genannten Grenzwerte, ist eine Vorankündigung an die zuständige Behörde zu übermitteln. In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass für ein normales Einfamilienhaus keine Vorankündigung zu übermitteln ist.

Ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan ist für Baustellen mit Beschäftigten mehrerer Unternehmer zu erstellen, wenn besonders gefährliche Arbeiten im Sinne der BaustellV ausgeführt werden - dies könnte im Einzelfall, z. B. bei Arbeiten in einer Höhe über 7 m, zutreffen - oder aufgrund des Umfanges der Arbeiten eine Vorankündigung übermittelt werden muss.

In den meisten Fällen werden die Bauarbeiten durch Beschäftigte mehrerer Unternehmer ausgeführt und es ist deshalb durch den Bauherrn ein Koordinator gemäß BaustellV zu bestellen, der die sichere Ausführung der Arbeiten ab der Planung der Ausführung koordiniert und eine Unterlage für spätere Arbeiten zusammenstellt.

Bei entsprechender Qualifikation können Sie z. B. Ihrem Architekt auch die Aufgaben des Koordinators nach BaustellV übertragen. Durch die Vorlage von Zeugnissen, Bescheinigungen oder Referenzen können Sie sich von seiner Eignung überzeugen.

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Wozu benötige ich ein Baugrundgutachten? Das kostet doch nur Geld!

Egal, ob für Wohn-, Geschäftshäuser oder Industriebauten, ein Baugrundgutachten bringt dem Bauherrn vielfältige Vorteile: es gibt Planungssicherheit, verhindert baugrundbedingte Baustillstände, ermöglicht eine sichere und wirtschaftliche Gründung und erspart in der Regel mehr als es kostet.

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Wie funktioniert eine Rohrnetzanalyse im Wasserleitungsnetz?

Die auf der Basis der Planunterlagen des Auftraggebers erstellten Netzmodelle werden für die so genannte Messplanung herangezogen. Im Rahmen dieser Messplanung wird überlegt, wo und in welcher Menge Wasser aus dem Leitungsnetz entnommen werden muss, damit ein ausreichender Druckabfall erreicht wird.

Vor der eigentlichen Messung werden dann an einer Vielzahl von Stellen Drucklogger in das Netz (Hydranten) eingebaut. Um Einflüsse aus dem normalen Verbrauchsverhalten zu minimieren, erfolgt die eigentliche Messung in der Regel nachts. Bei der Messung werden an den festgelegten Punkten über Hydranten große Wassermengen entnommen. Der hohe Durchfluss sorgt im gesamten Netz für einen Druckabfall, der je nach Lage des Loggers und je nach Menge unterschiedlich hoch ausfallen kann. Die tatsächlichen Druckabsenkungen werden dann mit denen verglichen, die sich aus der theoretischen Berechnung ergeben. Treten Unterschiede zwischen Messergebnis und dem Resultat aus der Berechnung auf, so erfolgt eine Analyse und Lokalisierung der Ursache. In aller Regel führen falsche Planangaben (falsche Durchmesser oder fehlende Leitungsverbindungen im Planwerk) oder fälschlicherweise geschlossene Schieber, bzw. Ablagerungen im Rohrnetz zu solchen Abweichungen.

Die Messung dient somit dazu solche Abweichungen zu erkennen und dementsprechend das sich aus dem Planwerk ergebende Netzmodell an die Realität anzugleichen (Kalibration).

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Wie funktioniert eine Rohrnetzanalyse im Gasleitungsnetz?

Die auf der Basis der Planunterlagen des Auftraggebers erstellten Netzmodelle werden für die so genannte Messplanung herangezogen. Im Rahmen dieser Messplanung wird überlegt, wo Drucklogger einzubauen sind und wie eventuell das Netz verändert werden muss (z. B. Außerbetriebnahme von GDR - Stationen) um eine ausreichende Belastung und damit einen deutlichen Druckabfall zu erreichen.

Vor der eigentlichen Messung werden dann an einer Vielzahl von Stellen Drucklogger in das Netz (Hausanschlüsse, Ausbläser) eingebaut. Die Messung erfolgt dann als Langzeitmessung in der Heizperiode. Das heisst, die Logger bleiben für einen unbestimmten Zeitraum (in der Regel mehrere Wochen) im Leitungsnetz installiert und zeichnen kontinuierlich den Druckverlauf auf. Entscheidend ist dann der Zeitraum einer mehrtägigen Kälteperiode, während der der Verbrauch stark ansteigt und so für eine entsprechende Belastung des Gasleitungsnetzes sorgt. Diese Verbrauchsspitzen bzw. die damit einhergehenden Druckabfälle werden für die Messvergleichsrechnung herangezogen.

In dieser Messvergleichsrechnung wird verglichen, wie das Netz bei der tatsächlichen Belastung (gemessen durch die Einspeisemengen der GDR - Anlagen) hätte reagieren müssen (nach dem theoretischen Netzmodell) und wie es tatsächlich reagiert hat. Treten Unterschiede zwischen Messergebnis und dem Resultat aus der Berechnung auf, so erfolgt eine Analyse und Lokalisierung der Ursache. In aller Regel führen falsche Planangaben (falsche Durchmesser oder fehlende Leitungsverbindungen im Planwerk) oder fälschlicherweise geschlossene Schieber bzw. Ablagerungen im Rohrnetz (Wassersack, Penetrol) zu solchen Abweichungen. Auf diese Weise lässt sich auch das tatsächliche Verhalten der Druckregler kontrollieren. Die Messung dient somit dazu solche Abweichungen zu erkennen und dementsprechend das sich aus dem Planwerk ergebende Netzmodell an die Realität anzugleichen (Kalibration).

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Wie werden erdverlegte metallische Anlagen wie Stahlrohrleitungen oder Tankanlagen vor Korrosion geschützt?

Metallische Objekte können sowohl passiv durch elektrisch isolierende Schutzbeschichtungen wie z. B. Bitumen oder PE-Umhüllungen oder auch aktiv durch Einrichtung eines Kathodischen Korrosionsschutzes (KKS) geschützt werden. In der Praxis werden oft beide Verfahren kombiniert.

Was ist Kathodischer Korrosionsschutz und wo wirkt er?

Der Kathodische Korrosionsschutz ist ein aktives Korrosionsschutzverfahren. Durch Anlegen einer Gleichspannung wird das elektrische Potential des zu schützenden Objekts in negative Richtung verschoben. Dadurch tritt an blanken Metalloberflächen ein so genannter Schutzstrom in das Schutzobjekt ein. Korrosionsprozesse werden so sehr stark verlangsamt. Der KKS wirkt nur dort, wo die Umhüllung des Schutzobjekts Beschädigungen aufweist.

Wann kann das Verfahren des KKS angewendet werden?

Wenn die zu schützenden metallischen Flächen vollständig von einem Elektrolyten mit ausreichender elektrischer Leitfähigkeit, wie z. B. Fluss-, Seewasser oder Erdboden umgeben sind.

Wann ist der KKS voll wirksam?

Der KKS ist bei erdverlegten Objekten aus Stahl dann voll wirksam, wenn das Objekt/Bodenpotential gemessen gegen eine Kupfer/Kupfersulfat-Elektrode einen Wert von <= 850 mV in gut belüfteten Böden und einen Wert von <=950 mV in schlecht belüfteten Böden aufweist.

Welche Vorraussetzungen müssen erdverlegte Rohrleitungssysteme und Tankanlagen für die Einrichtung eines KKS erfüllen?

Sie müssen eine durchgehende elektrische Längsleitfähigkeit besitzen. Dies ist im Allgemeinen zuverlässig nur bei geschweißten Tankanlagen und Stahlrohrleitungen der Fall. Bei allen anderen Verbindungsarten (Muffen-, Schrauben-, oder Flanschverbindungen) ist keine definierte Längsleitfähigkeit gegeben.

Sie müssen von allen niederohmig geerdeten Anlagen, wie z. B. Erdanlagen, Stahlbetonfundamente oder andere erdverlegte Rohrleitungen, elektrisch abgetrennt sein.

Sie müssen eine ausreichende Umhüllungsqualität aufweisen. Rohrleitungen und Tankanlagen mit ausreichend guter Umhüllungsqualität erfordern nur einen geringen Schutzstrom. Der KKS kann somit wirtschaftlich eingerichtet werden.

Kann die nachträgliche Einrichtung eines KKS Korrosionsangriffe rückgängig machen?

Nein. Der KKS ist in der Praxis nur in der Lage, den gegenwärtigen Korrosionszustand einer älteren Rohrleitung oder Tankanlage (nahezu) einzufrieren, kann ihn aber nicht verbessern. Bereits vorhandene starke Korrosionsangriffe können jedoch durchaus im Laufe der Zeit noch zu Korrosionsschäden (Materialdurchbrüchen) führen, da auch bei einwandfreiem KKS-Betrieb eine technisch ansonsten vernachlässigbare Restkorrosionsrate von bis zu 10 µm pro Jahr bestehen bleibt. Aus dieser Restkorrosionsrate ergibt sich auch die Nutzungsdauer von kathodisch geschützten Rohrleitungen und Tankanlagen von ca. 100 - 150 Jahre.

Für welche Objekte ist die Einrichtung eines KKS zwingend vorgeschrieben?

Für alle erdverlegten Gasrohrleitungen und Gasröhrenspeicher der öffentlichen Gasversorgung ab einem Betriebsdruck von >= 4 bar, sonstige erdverlegte Gasrohrleitungen ab einem Betriebsdruck von 16 bar.

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